Vergrabener Zielgeruch

Spürhunde werden oft zum Auffinden von Losung eingesetzt. Im speziellen bei Karnivoren ist Losung evolutionsbiologisch oft dazu da, um zu kommunizieren - innerartlich wie auch zwischenartlich. Man soll die Spuren also finden, was bei Nestern genau umgekehrt ist - man soll sie nicht finden! Bei Schildkrötennestern kommt dazu, dass es sich um einen Geruch unter der Erde handelt, nicht an der Oberfläche. Der Geruch ist also nicht direkt zugänglich und kann nur nach dem Durchdringen des Substrats wahrgenommen werden. Ändert das Substrat, ändert sich auch der Geruch. Dazu kommt das Alter des Geleges und die Anzahl Eier (4 - 14). Alles Faktoren, die beim Training beachtet werden müssen. Währenddem es einige Beispiele von erfolgreicher Detektion von Gelegen von Meeresschildkröten durch Spürhunde gibt, scheinen die Gelege von Süsswasserschildkröten schwieriger zu detektieren sein. Hierbei spielen sicher auch die Anzahl Eier (über 100 vs weniger als 20) und das Substrat (Sand vs Erde) eine entscheidende Rolle. Die Nester der Rotwangen- und Gelbbauchschmuckschildkröten sind zwischen 4-8 cm tief im Substrat vergraben. Das Substrat ist teils enorm hart und dicht, entsprechend braucht es viel Kraft um die Eier "freizulegen". Ein herausforderndes Projekt, bei dem wir enorm viel lernen dürfen! Danke Lucia Lehocka Photography für die Begleitung ins Centre Emys und die schönen und informativen Bilder, die dabei entstanden sind!













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