

FISCHOTTER
Lutra lutra
FORSCHUNG
Nach der vollständigen Ausrottung in den 80er Jahren, besiedelt der Fischotter seit einigen Jahren auf natürliche Weise die Schweizer Gewässer. Der Nachweis des heimlich lebenden Tieres ist aber besonders bei geringen Dichten schwierig, weshalb sich der Einsatz von Artenspürhunden anbietet.
Seit 2017 arbeitet Artenspürhunde Schweiz gemeinsam mit Pro Lutra an der Optimierung von Methoden für eine effiziente Fischotterkartierung.
In dieser Zeit konnten wir bereits 3 wissenschaftliche Studien durchführen und tragen damit zur Optimierung der IUCN-Standardmethode im internationalen Kontext bei.
VERDACHTSABKLÄRUNG
Sie haben den Verdacht auf ein Fischottervorkommen?
WIR NEHMEN DIE SPUR AUF!
Unsere Spürhunde finden bis zu 6 Mal mehr Fischotterlosungen als menschliche Kartierende und eignen sich damit herrvorragend für Verdachtsabklärungen!
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Offerte:


Der Fischotter ist auf bestem Weg, sich in der Schweiz nach jahrzehntelanger Abwesenheit auf natürliche Weise wiederanzusiedeln.
Kenntnis über Vorkommen und Bestand ist eine der wichtigsten Grundlagen für den Artenschutz und die Vorhersage von Nutzungskonflikten. Doch Fischotter leben verborgen. Die Anwesenheit des Wassermarders erfolgt daher meist durch indirekte Nachweise wie Losung oder Trittsiegel. In Europa wird die Art standardmässig mittels Begehungen von Gewässerabschnitten mit 600 m Länge in 5 x 5 km Quadraten kartiert, wo Brücken und Ufer auf Losung und Trittsiegel abgesucht werden, oder – abgekürzt - durch ausschliessliche Brückenbegehungen.
In der Vergangenheit wurden Kartierungen ausschliesslich von Artexpert:innen durchgeführt. In den letzten 10–20 Jahren kamen jedoch zunehmend auch freiwillige Naturkundler:innen sowie Spürhunde zum Einsatz. Insbesondere in Projekten mit starker Beteiligung von Freiwilligen (Citizen Science) wirken Personen mit sehr unterschiedlichem fachlichem Hintergrund mit, was zu einer grossen Spannbreite an Felderfahrung bei der praktischen Anwendung der Methode führt. Dadurch kann die Qualität der erhobenen Daten variieren, was die Vergleichbarkeit und Interpretation der Resultate erschwert. Spürhunde werden inzwischen in zahlreichen Naturschutz- und Managementprojekten erfolgreich eingesetzt und gewinnen dadurch stetig an Bedeutung.
Aufbauend auf den Grundlagenarbeiten im 2017/2018 führten Artenspürhunde Schweiz und Pro Lutra eine weiterführende Studie durch (Karp et al. 2022). Ziel war es, die Basis für eine habitatspezifische Fischotter-Kartierung zu schaffen, die unterschiedliche Kartiertypen (Experten, Freiwillige und Artenspürhunde) einbezieht, sowie den Einfluss von Brücken und der Ökomorphologie eines Gewässers auf die Auffindewahrscheinlichkeit von Fischotter-Losung zu untersuchen. Dazu wurden an Fliessgewässern 600 m lange Transekte und Brücken systematisch begangen und die Ergebnisse vergleichend ausgewertet.
Die Resultate zeigten, dass Artenspürhunde die meisten Losungen fanden und Transekte am zuverlässigsten als besetzt identifizierten; Freiwillige und Experten erzielten untereinander ähnliche, jedoch deutlich geringere Auffindewahrscheinlichkeiten. Alle Kartiertypen wiesen in naturnahen Gewässerabschnitten sowie unter Brücken höhere Nachweisraten auf. Aufgrund der erhöhten Nachweiswahrscheinlichkeit an Brücken wurde dann in einer Folgestudie (2024–2026) untersucht, ob eine ausschliessliche Brückenkartierung für den sicheren Nachweis der Fischotter-Präsenz ausreicht.
Folgende Berichte wurden in diesem Zusammenhang bereits verfasst und können auf Nachfrage (info@artenspuerhunde.ch) zur Verfügung gestellt werden:
Weinberger Irene, Karp Denise & Mausbach Jelena. Wie viele Brücken braucht es? Ein Forschungsprojekt zur Etablierung einer gekürzten Variante der internationalen Standardmethode der Fischotterkartierung. Projektbericht, Stiftung Pro Lutra & Artenspürhunde Schweiz, 2025. 13 Seiten
Karp Denise, Mausbach Jelena & Weinberger Irene. Habitatspezifische Fischotterkartierung: Maximale Effizienz durch gezielten Einsatz von Experten, Freiwilligen und Artenspürhunden. Projektbericht, Stiftung Pro Lutra & Artenspürhunde Schweiz, 2022. 33 Seiten
Karp Denise, Mausbach Jelena & Weinberger Irene. Effizienteres und zuverlässigeres Auffinden von Fischotternachweisen durch Spürhunde? Projektbericht, Stiftung Pro Lutra & Artenspürhunde Schweiz, 2018. 17 Seiten























