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ILTIS
Mustela putorius

Strukturreiche Agrarlandschaften und Feuchtgebiete gehören zu den am meisten bedrohten Landschaftstypen der Schweiz. Der Iltis wirbt als Tier des Jahres 2024 dafür, die Reste dieser Landschaften besser zu schützen.


Angesichts der Verschlechterung seines Lebensraumes wird der Iltis als gefährdet betrachtet und in die Kategorie VU (vulnerable) eingestuft. Aufgrund seiner heimlichen Lebensweise ist der Iltis schwierig nachzuweisen. Entsprechend fehlen zuverlässige Daten zur aktuellen Bestandsentwicklung. Die Autor:innen einer europaweiten Review-Studie stellten fest, dass dringend zuverlässige Erhebungsmethoden und ein systematisches Monitoring im gesamten Verbreitungsgebiet erforderlich sind.

Das langfristige Ziel des gemeinsamen Projekts von Artenspürhunde Schweiz und Wildtier Schweiz ist, allfällige Veränderungen im Verbreitungsareal frühzeitig zu erkennen. Wildtier Schweiz und Artenspürhunde Schweiz optimieren deshalb bestehende Kamerafallenmethoden und evaluieren erstmals den Einsatz von Artenspürhunden, um die Verbreitung und Raumnutzung des Iltis besser zu erfassen und Grundlagen für zukünftige Monitorings zu schaffen.

Nachdem im Rahmen des Projekts bereits 2024 und 2025 erfolgreiche Iltis-Nachweise mittels Fotofallen gelangen, konnten 2026 erstmals auch Losungen nachgewiesen werden.

Ausbildung der Artenspürhunde

 

2025/2026 wurden fünf Artenspürhunde für das Auffinden von Iltis-Losungen (Kot) ausgebildet. Im ersten Ausbildungsabschnitt wurden die Hunde auf den Geruch von Zooproben konditioniert sowie in einem für diese Zielart geeigneten Suchmuster geschult. Nach erfolgreichem Bestehen eines Zulassungstests im Doppelblindverfahren mit ausgelegten Losungen, konnte Ende Februar 2026 die Ausbildung im Realhabitat aufgenommen werden. Dieser Ausbildungsschritt ist zentral, da die Hunde lernen müssen, den zuvor an Zooproben erlernten Geruch zuverlässig auf natürlich vorkommende Losungen im Feld zu übertragen.

 

 

Der Nachweis von Iltis-Losung im Feld gelingt!

Bis Ende April konnten an 10 Standorten/Quadraten in

5 Kantonen insgesamt 27 Iltis-Losungen nachgewiesen werden, wovon 17 im Labor zur Artbestätigung analysiert wurden. Sechs Proben waren für eine genetische Analyse zu klein, wiesen jedoch eindeutige äusserliche Merkmale des Iltis auf und bei vier Proben ist die genetische Analyse noch ausstehend. Auffallend war, dass der überwiegende Teil der Losungen (80 %) visuell kaum zu entdecken gewesen wäre. Dies unterstreicht das grosse Potenzial des Einsatzes von Artenspürhunden für den Nachweis dieser Art.

 

Um die Effizienz zukünftiger Losungssuchen zu erhöhen, ist es nun zentral, zusätzliche Erfahrungen zu bevorzugten Kotplätzen zu sammeln und diese systematisch zu charakterisieren.
 

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Innerhalb der Suchgebiete wurden zudem zahlreiche indirekte Hinweise dokumentiert, die auf ein mögliches Vorkommen des Iltis hindeuten könnten. Dazu zählen insbesondere Laichreste sowie Reste von Amphibienkadavern, bei denen teilweise charakteristische Frassmuster festgestellt wurden (z. B. war nur noch der Kopf übrig oder nur das Muskelgewebe der Hintergliedmassen abgefressen). Insgesamt wurden

 

128 derartige Hinweise erfasst (85 Laichreste, 20 Amphibienreste unbestimmt und 23 Amphibienreste mit charakteristischen Frassspuren des Iltis).

In Zusammenarbeit mit

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